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Abb. 1: Sonographisc...
Abb. 2: MRT-Darstell...
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Abb. 4: Versorgung m...

Eine Muskelverletzung kann je nach Verletzungsausmaß den Sportler für mehrere Monate vom Sport ausschließen. Die Behandlung muss phasengerecht erfolgen. Zudem richtet sie sich nach dem Grad der Verletzung. Die meisten Muskelverletzungen können konservativ behandelt werden. Doch auch operative Verfahren kommen, z. B. bei kompletter Muskelruptur, zum Einsatz.

Muskelverletzungen können in akute und chronische Verletzungen sowie nach der Lokalisation (z. B. Muskelbauch, Muskel-Sehnen-Übergang, Sehne und Sehnenansatz) unterteilt werden. Die meisten Autoren klassifizieren Muskelverletzungen in drei bis vier Grade:

Verletzungsursachen

Die meisten Muskelverletzungen sind auf eine plötzliche, heftige, über die Toleranzgrenzen hinausgehende Muskeldehnung sowie auf direkte Anpralltraumen (Kontusion) zurückzuführen.

Nicht-belastungsadaptierte Muskulatur (ungenügendes Aufwärmen mit zu geringem Gefäßdurchfluss, schlechter Trainingszustand, ermüdete oder unterkühlte Muskulatur) erhöhen die Verletzungsempfindlichkeit. Auch nicht ausgeheilte Verletzungen, Infektionskrankheiten, nicht ausreichend ausgeglichene Flüssigkeitsverluste mit Elektrolytstörungen, muskuläre Dysbalancen und ungeeignete Sportausrüstung erhöhen das Risiko, eine Muskelverletzung zu erleiden.

Oberflächliche Muskeln, die über zwei Gelenke verlaufen und häufig antagonistische Funktionen ausüben (z. B. Musculus rectus femoris, Musculus semitendinosus und Musculus gastrocnemius) sind für Muskelverletzungen prädestiniert. Direkte Muskelverletzungen entstehen beim Kontakt mit dem Gegenspieler oder beim Aufprall gegen ein hartes Hindernis. Bei zurückliegenden Muskelverletzungen stellt die Narben-Muskel-Grenze die Prädilektionsstelle für eine erneute Verletzung dar.

Muskelheilung

Nach einer Muskelverletzung verläuft der Heilungsprozess als Repair-Prozess in drei Phasen ab:

1. Destruktions- und Entzündungsphase

Nach der Verletzung sterben zunächst Muskelfaseranteile ab und es kommt zu einer Entzündungs-Zellreaktion, zudem bildet sich ein Hämatom zwischen den rupturierten Muskelfaseranteilen. Der Heilungsprozess wird durch das Hämatom verlangsamt. Das Ziel in dieser Phase besteht daher zunächst darin, eine übermäßige Hämatombildung zu vermeiden bzw. das Hämatom rasch zu entfernen.

2. Reparationsphase

Im Anschluss an die Phagozytose der zerstörten Zelltrümmer durch Makrophagen regenerieren sich die Muskelfasern. Kapillaren sprossen in das verletzte Gebiet ein, daher ist für den Heilungsprozess eine optimale Sauerstoffversorgung des Muskels wichtig. Die Faserregeneration erreicht ihren Gipfel nach etwa zwei Wochen, die sich bildende Bindegewebenarbe intensiviert sich bis etwa vier Wochen nach der Verletzung.

3. Remodelling/Wiederherstellungsphase

Diese Phase verläuft überlappend zur Reparationsphase. Die funktionelle Kapazität der Muskulatur wird wiederhergestellt, u. a. durch Reinnervation.

Diagnostik

Wichtige Hinweise gibt uns bereits die Anamnese über den Verletzungsmechanismus. Bei der körperlichen Untersuchung liefern Inspektion, Palpation und Funktionsanalyse dem erfahrenen Kollegen in aller Regel eindeutige Ergebnisse.

Beim Verletzungsgrad 1, manchmal auch bei Grad 2 und 3, können beim entspannten Muskel zunächst Beschwerdezeichen fehlen. Bei Muskelverletzungen Grad 2 und 3 sind gelegentlich Kontinuitätsunterbrechungen des Muskels bereits tastbar. Bei Grad-4-Verletzungen ist die Deformation des verletzten Muskels mit dem entsprechenden Funktionsverlust sicher nachweisbar.

Die Sonographie gilt aufgrund ökonomischer Aspekte sowie wegen fehlender Strahlenexposition, leichter Verfügbarkeit und guter Aussagekraft als Screening-Methode. Muskelrisse sowie Hämatome sind an der Echotextur eindeutig zu identifizieren (Abb. 1). Mit der Sonographie ist auch eine dynamische Beurteilung der Muskeln und Sehnen möglich. Unter Sonographiekontrolle kann ein entstandenes Hämatom abpunktiert oder auch ggf. eine Injektion in die Verletzungsstelle vorgenommen werden. Die Ergebnisse sind jedoch stark untersucherabhängig und nicht uneingeschränkt reproduzierbar.

Mit der Magnetresonanztomographie können insbesondere schwer zugängliche Muskelverletzungen ausgezeichnet dargestellt werden (Abb. 2).

Im Röntgenbild zeigen sich knöcherne Absprengungen, Verkalkungen (Myositis ossificans) und mit einer Weichteilaufnahme Konturen der Weichteilschatten.

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